Bava Batra 220

Kapitel 220

א מאן כו' לירות אטו בר קשא דמתא לירות הכי קא אמינא איכא בן ובת לא האי לירות כוליה ולא האי לירות כוליה אלא כי הדדי לירתו
1 soll erben, etwa der Stadtvogt!? – Ich meine es wie folgt: sind ein Sohn und eine Tochter da, so soll weder der eine alles erben noch die andere alles erben, sondern beide gleichmäßig. –
ב א"ל אביי ואצטריך קרא לאשמועינן היכא דלית ליה אלא חד ברא לירתינהו לכולהו נכסי ודלמא הא קמ"ל דבת נמי בת ירושה היא ההוא (במדבר לו, ח) מוכל בת יורשת נחלה נפקא
2 Wäre denn ein Schriftvers dafür nötig, daß, wenn nur ein Sohn da ist, er das ganze Vermögen erbe!? – Vielleicht lehrt dieser nur, daß auch eine Tochter erbberechtigt sei!? – Dies geht hervor aus:<i>und jede Tochter</i>, <i>die zu Erbbesitz gelangt.</i>
ג רב אחא בר יעקב אמר מהכא (במדבר כז, ד) למה יגרע שם אבינו מתוך משפחתו כי אין לו בן טעמא דאין לו בן הא יש לו בן בן קודם
3 R. Aḥa b. Ja͑qob sagte: Hieraus [geht dies hervor]:<i>warum soll nun der Name unseres Vaters aus seinem Geschlechte verschwinden, weil er keinen Sohn hat;</i> nur weil er keinen Sohn hatte, wenn aber einer einen Sohn hat, geht der Sohn vor. –
ד ודלמא בנות צלפחד הוא דקאמרן הכי ניתנה תורה ונתחדשה הלכה אלא מחוורתא כדשנין מעיקרא
4 Vielleicht hatten es die Töchter des Çelophhad nur geglaubt, später aber wurde die Tora verliehen und die Halakha fixiert!? – Am richtigsten ist es vielmehr, wie vorher erklärt worden ist.
ה רבינא אמר מהכא (במדבר כז, יא) הקרוב אליו הקרוב קרוב קודם
5 Rabina entnimmt dies aus folgendem: <i>der nächste,</i> der Nächstverwandte geht vor. –
ו ומאי קורבה דבן מבת שבן קם תחת אביו ליעדה ולשדה אחוזה יעדה בת לאו בת יעדה היא שדה אחוזה נמי מהאי פירכא גופה הוא דהא קיימא ליה לתנא כלום יש יבום אלא במקום שאין בן אלא מחוורתא כדשנין מעיקרא
6 Wieso ist ein Sohn näher als eine Tochter; wenn etwa, weil er an Stelle seines Vaters tritt hinsichtlich der Bestimmung und des Erbbesitzfeldes, so scheidet ja die Bestimmung Bei einer Tochter aus, da sie hierfür nicht geeignet ist, und auch hinsichtlich des Erbbesitzfeldes entnimmt er es ja aus eben diesem Einwande: die Leviratsehe erfolgt ja nur dann, wenn kein Sohn da ist!? Am richtigsten ist es vielmehr, wie vorher erklärt worden ist.
ז ואי בעית אימא מהכא (ויקרא כה, מו) והתנחלתם אותם לבניכם אחריכם בניכם ולא בנותיכם אלא מעתה (דברים יא, כא) למען ירבו ימיכם וימי בניכם ה"נ בניכם ולא בנותיכם
7 Wenn du aber willst, sage ich hieraus:<i>so mögt ihr sie auf eure Söhne nach euch vererben,</i> eure Söhne und nicht eure Töchter. – Es heißt ja auch:<i>damit eure Tage und die Tage eurer Söhne sich mehren,</i> demnach wäre auch hierbei zu erklären: eurer Söhne und nicht eurer Töchter!?
ח ברכה שאני:
8 Anders ist es bei einem Segen.
ט והאחין מן האב נוחלין ומנחילין וכו': מנלן אמר רבה אתיא אחוה אחוה מבני יעקב מה להלן מן האב ולא מן האם אף כאן מן האב ולא מן האם
9 B<small>RÜDER VÄTERLICHERSEITS [EINANDER]; DIESE BEERBEN UND VERERBEN &amp;C</small>. Woher dies? Rabba erwiderte: Dies ist aus [dem Ausdrucke] ‘Brüderschaft’ bei den Söhnen Ja͑qobs zu entnehmen, wie es da väterlicherseits und nicht mütterlicherseits war, ebenso ist es auch hierbei väterlicherseits und nicht mütterlicherseits zu verstehen. –
י ולמה לי (במדבר כז, יא) ממשפחתו וירש אותה כתיב משפחת אב קרויה משפחה משפחת אם אינה קרויה משפחה
10 Wozu ist dies denn nötig, es heißt ja:<i>von seiner Familie, er beerbe ihn,</i> und nur die Familie des Vaters gilt als Familie, die Familie der Mutter aber gilt nicht als Familie!? –
יא אין הכי נמי וכי איתמר דרבה לענין יבום איתמר:
11 Dem ist auch so, und die Lehre Rabbas bezieht sich auf die Schwagerehe.
יב והאיש את אמו וכו': מנא הני מילי דתנו רבנן
12 D<small>ER</small> M<small>ANN SEINE</small> M<small>UTTER.</small> Woher dies? – Die Rabbanan lehrten: